WIB ist Teil des Entwicklungsprojekts für Integration und Kompetenz in Berlin-Pankow

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Erarbeitung einer niedrigschwelligen Unterstützung für geflüchtete Frauen mit psychischen Belastungen

Geflüchtete Frauen sind überdurchschnittlich häufig von Traumata, Depressionen oder Angststörungen betroffen. Oft haben sie Kinder, teilweise sind sie auch alleinerziehend. Damit befinden sie sich in einer komplexen und herausfordernden Situation. Das geht aus Untersuchungen und Studien unter anderem des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung Berlin und des Robert-Koch-Instituts hervor. Bestehende Unterstützungsangebote berücksichtigen die psychische Verfassung, die familiäre Situation und die geschlechtsspezifischen Bedürfnisse meist nicht. Die Folge: Viele Frauen brechen diese Unterstützungsangebote frühzeitig ab und bleiben so isoliert.

Das vom Europäischen Sozialfond Plus, dem Bezirk Pankow und der Investitionsbank Berlin geförderte Entwicklungsprojekt „MIK (Mentale Integrationskompetenz weiblicher Geflüchteter mit psychischen Belastungen)“ will diese Lücke im Bezirk Berlin-Pankow mit einem niedrigschwelligen, auf Kreativität bauenden, gruppendynamischen Ansatz schließen. Ziel ist die Stärkung von Selbstwertgefühl und Empowerment der betroffenen Frauen. Mentale Stabilität und gestärkte Selbstwirksamkeit sollen sie in die Lage versetzen, eigene soziale Netzwerke aufzubauen und aktiv an der Gesellschaft und am Arbeitsleben teilzuhaben. Mit ihren Erfahrungen aus diesem Projekt können diese Frauen später als Vorbilder andere Betroffene in ähnlichen Situationen motivieren, die eigenen Ressourcen zu aktivieren und den Alltag aktiv zu gestalten.

Um Synergien zu nutzen und Expertise gezielt einzusetzen, arbeiten im Entwicklungsprojekt MIK die WIB – Weißenseer Integrationsbetriebe GmbH, der BAUFACHFRAU e.V. und der FreiZeitHaus e.V. eng zusammen. Das heißt: Nach Bedarfsklärung, Zielgruppendefinition, Instrumentenkonzeption und Pilotierung arbeiten die drei Beteiligten gemeinsam innerhalb eines Curriculums mit Gruppenangeboten, Werkstattarbeit, alltagspraktischen Trainings und Coaching-Elementen.

Demnach sind die Kernelemente von MIK die kreative Tätigkeit, Gruppenarbeit, Interaktion, Beratung und die Betreuung der Kinder. Am Ende des sechsmonatigen Kurses gestalten die Teilnehmerinnen gemeinsam eine Lehm-Karte von Pankow, auf der wichtige Anlaufstellen und Angebote markiert werden. Dabei tauschen sie sich über ihren Familien, ihre Gesundheit und ihr neues Leben in Deutschland aus. So lernen die Frauen ihr soziales Umfeld kennen und können sich besser zurechtfinden. Gleichzeitig üben sie die deutsche Sprache in lockeren Gesprächen.

Im 3. Quartal 2026 findet durch eine Expertenkommission die Evaluation des Entwicklungsprojektes statt, um das Angebot in die Praxis zu überführen.

Das Projekt (MIK (Mentale Integrationskompetenz weiblicher Geflüchteter mit psychischen Belastungen) wird gefördert aus Mitteln der Europäischen Union (Europäischer SozialfondsPlus) und des Landes Berlin im Rahmen der Bezirklichen Bündnisse für Wirtschaft und Arbeit (BBWA).

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