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Unabhängig sein und mit anderen Menschen leben.


10 Jahre bei WIB!

Interview mit WIB-Jubilar Herrn Elsner, Teamleitung des Apartmentwohnen für Menschen mit psychischen Erkrankungen (APW)


Herr Elsner, wir gratulieren Ihnen ganz herzlich zu Ihrem 10. Betriebsjubiläum und bedanken uns für Ihr langjähriges Engagement und die gute Zusammenarbeit!

Frage:
Erinnern Sie sich noch an Ihren ersten Tag bei WIB?

Antwort:
Besonders in Erinnerung geblieben ist mir der Tag meiner Hospitation im Suchtbereich des Betreuten Einzelwohnens im Januar 2011. Die Hospitation nutzte ich, um eine Entscheidung darüber zu treffen, ob dies meine nächste Arbeitsstelle werden soll. Die Räumlichkeiten in der Gustav-Adolf-Straße 165 waren gerade frisch bezogen, alles war neu und komfortabel eingerichtet. An diesem Tag fand eine Kochgruppe statt.

Im Gegensatz zu meiner vorherigen rein beratenden Tätigkeit machte mir der niedrigschwellige, vertraute Kontakt zu den Klient*innen in der Arbeit bei WIB klar: Hier möchte ich arbeiten! Allerdings waren noch einige Hürden zu nehmen. Nach Abgabe meiner Bewerbung und Vorstellungsgesprächen mit Team, Bereichsleitung und Geschäftsführung hielt ich im März 2011 meinen Arbeitsvertrag in der Hand. Bereut habe ich diesen Schritt nie. Ich bin froh, noch immer Mitarbeiter von WIB zu sein.

Frage:
Wenn Sie zurückschauen, welche waren die wichtigsten Ereignisse oder Innovationen in Ihrer Arbeit mit Klienten*innen?

Antwort:
Das wichtigste Ereignis meiner beruflichen Laufbahn bei WIB war wohl die Eröffnung des Apartmentwohnens im April 2015. Die Idee war, das Haus schrittweise zu belegen. Von der Nachfrage und dem im Bezirk herrschenden Bedarf an Plätzen für dieses Angebot wurden wir jedoch regelrecht überrollt. Bereits im Juli 2015 waren alle Wohnungen bezogen. Dies stellte eine enorme Herausforderung für alle Beteiligten dar. Zum einen waren da die Klient*innen, welche sich in einem neuen Wohnumfeld zurechtfinden, an die neuen Nachbarn gewöhnen und größtenteils auf neue Personen für die Assistenz einlassen mussten. Zum anderen konnte das Team der Mitarbeitenden im Apartmentwohnen gar nicht so schnell wachsen, wie neue Bewohner*innen einzogen. Aber wir schafften das! Auf die Leistungen, die von den Kolleg*innen des APW-Teams in dieser Zeit erbracht wurden, bin ich noch heute stolz und für das Engagement sehr dankbar!

Von Anfang an waren auch die Bewohner*innen der Umgebung neugierig und interessiert an uns als neue Nachbarn. So entwickelten sich im Laufe der Zeit ein gutes Zusammenleben und ein reger Austausch.

Frage:
Was ist das Wichtigste (oder das Schönste) in Ihrer Arbeit noch heute?

Antwort:
Die Arbeit mit unseren Klient*innen ist besonders abwechslungsreich. Kein Tag ist wie der andere und die Menschen, mit denen wir arbeiten, überraschen uns auf ihre Art immer wieder. Von- und miteinander zu lernen und sich gemeinsam auch über kleine erreichte Ziele zu freuen, macht die Faszination unserer Arbeit aus.
Mir ist zudem wichtig, dass ich das Angebot, welches unsere Klient*innen nutzen, mitgestalten kann. Dies ist bei WIB und gerade in meiner Tätigkeit als Teamleiter unmittelbar möglich. Darüber hinaus ist es besonders wertvoll, wenn Klient*innen an der Ausgestaltung dieser Angebote mitwirken.

Vielen Dank Herr Elsner für das Gespräch und Ihnen noch einen schönen Jubiläumstag!